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Nachruf Ernst Notz

Der Kreisfeuerwehrverband Biberach e.V. trauert um sein Ehrenmitglied Ernst Notz, der im Alter von 77 Jahren von uns gegangen ist.

Nachruf auf Ernst Notz

Der Kreisfeuerwehrverband Biberach e.V. trauert um sein Ehrenmitglied Ernst Notz, der im Alter von 77 Jahren von uns gegangen ist. Mit tiefer Betroffenheit nehmen wir Abschied von einem Kameraden, der unser Feuerwehrwesen über Jahrzehnte hinweg geprägt und bereichert hat.

Ernst Notz stellte sein Wirken stets in den Dienst der Gemeinschaft. Als stellvertretender Kreisbrandmeister setzte er Maßstäbe in Verantwortungsbewusstsein, Fachlichkeit und Menschlichkeit. Sein unermüdliches Engagement, seine ruhige und zugleich entschlossene Art sowie seine Fähigkeit, Menschen zu führen und zu begeistern, machten ihn zu einer Persönlichkeit, die im gesamten Landkreis höchste Wertschätzung genoss.

Sein Vermächtnis lebt in der Feuerwehrarbeit fort, die er mit aufgebaut und weiterentwickelt hat. Wir verlieren mit ihm nicht nur einen erfahrenen und kompetenten Feuerwehrmann, sondern auch einen Freund, der mit Herz und Haltung für andere da war.

In Dankbarkeit und stillem Gedenken nehmen wir Abschied von Ernst Notz.
Seiner Familie und allen Angehörigen gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.
Wir werden ihm ein ehrendes und dauerhaftes Andenken bewahren.

 

Auch die Kriegsgräbergruppe trauert um ihren Kameraden Ernst Notz.
Für die Kriegsgräbergruppe war Ernst Notz ein ausgesprochener Glücksfall. Sein
Organisationsvermögen, seine exzellenten handwerklichen Fähigkeiten und sein Blick
für Reparaturen, Verbesserungen und vor allem für das Wesentliche waren
unübertrefflich. Er war von Beginn an in unserer Gruppe mit großer Leidenschaft und
ausgesprochenem Eifer dabei, er war der erste, der sich im Jahre 2018 ohne große Nachfragen
für die Arbeitseinsätze auf ausländischen Kriegsgräberstätten meldete. Bei fast allen unseren
Arbeitsaufenthalten in Lothringen, in Südfrankreich, in den Dolomiten und zuletzt in Monte
Cassino war er mit in der Gruppe und arbeitete mit großem Interesse für die Anliegen des
Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Ernst liebte keine großen Diskussionen und
schon gar keine Mutmaßungen, er hatte immer ein klares Ziel vor Augen, und er wusste für alle
Probleme eine Lösung, ließ aber manche Dinge einfach auf sich zukommen. So war er in
vielfacher Weise auch ein Optimist. Auch seine ruhige und besonnene Art zeichneten ihn aus.
Offenkundig waren seine Liebe und seine Leidenschaft für die Berge. Beim Einsatz auf dem
Pordoi-Joch in den Dolomiten auf 2000 Meter Höhe schwärmte er immer wieder vom
angrenzenden Klettersteig, den er am liebsten gegangen wäre.
Aber auch an den Abenden schöpfte er mit zahlreichen Anekdoten und Erzählungen aus dem
unerschöpflichen Fundus von Bergerlebnissen, Skitouren und Hüttenaufenthalten. Aber auch
von manch seltsam abgelaufenen, kuriosen Feuerwehreinsätzen wusste er zu erzählen, und so
ließ seine Geselligkeit an den Abenden keine Langeweile aufkommen.
Sein letzter Arbeitseinsatz führte ihn in diesem Frühjahr nach Monte Cassino in Süditalien. Von
der Krankheit schon schwer gezeichnet sprachen alle Zeichen gegen eine Teilnahme. Doch er
ahnte, vielmehr er wusste es, dies werde seine letzte Fahrt mit unserer Gruppe sein. Mit aller
Entschlossenheit und einem eisernen Willen war Ernst mit dabei und engagierte sich in
unglaublicher Weise. Ihm war keine Arbeit zu viel. Und am Ende war er stolz darauf und freute
sich darüber, doch noch dabei gewesen zu sein, bei seinem letzten Einsatz, und das an dem
berühmten Ort Monte Cassino. Bei unserem Besuch am Tag vor seinem Tod sprach er noch mit
Freude über dieses Erlebnis in Italien. Im letzten Jahr wurde er für sein Engagement um die
Pflege der Soldatengräber mit der Ehrenmedaille in Gold ausgezeichnet.
Mit Ernst Notz verliert die Kriegsgräbergruppe einen vorbildlichen Kameraden, einen aufrichtigen
Freund, der mit festen Vorsätzen, klaren Zielvorstellungen, Gelassenheit und vielfach mit Humor
die alltäglichen Dinge angegangen ist. Mit ihm verlieren wir einen hervorragenden Spezialisten,
einen pflichtbewussten Menschen, der sich um die Pflege der Kriegsgräber und damit um das
Andenken an die Gefallenen unzähliger Familien verdient gemacht hat.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern mit Familien.
Möge er ruhen in Frieden.