Kriegsgräbergruppe zu Besuch im Feuerwehr Museum Hübler
Kriegsgräbergruppe zu Besuch im Feuerwehr Museum Hübler
Einen weiteren interessanten und kurzweiligen Museumsbesuch erlebten die
Kameraden der Kriegsgräbergruppe im Feuerwehrmuseum von Günther Hübler in
Riedlingen. Neben Uli Ocker, Vorsitzender des KFV war auch Wolfgang Schneiderhan,
Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Ehrenbrandmeister des
KFV Biberach der Einladung gefolgt, sie beide zeigten damit ihre Verbundenheit mit der
Seniorengruppe, die seit mehreren Jahren auf den ausländischen Kriegsgräberstätten
arbeitet. Alfons Christ dankte in seiner Begrüßung beim Ehepaar Hübler für die
Einladung und damit für die Gelegenheit, die einmalige Sammlung von
Feuerwehrfahrzeugen, -Geräten und vielen interessanten Exponaten zu besichtigen.
Dafür nahm sich auch Günther Hübler, selbst Feuerwehrangehöriger in Riedlingen viel
Zeit, um die Gruppe durch sein Museum zu führen und die Ausstellungsstücke zu
erklären. Da ist schon das Gebäude interessant, es zählt zu den Ältesten in Riedlingens
Altstadt und wurde in mühseliger Arbeit umgebaut und verändert. Die unzähligen
Ausstellungstücke, historische Fahrzeuge, funktionsfähige handbetätigte Pumpen aus
dem vorletzten Jahrhundert, Uniformen, Helme sowie viele weitere Utensilien und
Werkzeuge zur Brandbekämpfung, das alles hatte Günther Hübler in jahrelanger Arbeit
gesammelt, zusammengetragen und wenn nötig restauriert. So konnte er zu jedem
Exponat seine eigene Geschichte erzählen.
Wolfgang Schneiderhan lobte die Arbeit der Feuerwehrsenioren, die nun schon zum
sechsten Mal im Einsatz waren, als einzige Feuerwehrgruppe in Deutschland. Zugleich
berichtete er über die zusehends schwieriger werdende Arbeit des Volksbundes, zumal
die Mitgliederzahlen schwinden und die finanzielle Ausstattung infolge der geringeren
Spenden enger werde. Man müsse schon überlegen, wie man die 830
Kriegsgräberstätten in 46 Länder, wo 2,8 Millionen Gefallene liegen, pflegen,
instandsetzen und betreuen könne. Wichtig sei, die Jugend für die Interessen des
Volksbundes zu wecken. Hier müsse man ansetzen, betonte der Präsident und nannte
Beispiele, wie man die Jugendlichen für die Arbeit des Volksbundes gewinnen könne,
nämlich in den Schulen. Auch die Jugendfeuerwehren könnte man dazu mit
einbeziehen.
Eine Präsentation über den Arbeitseinsatz auf der italienischen Kriegsgräberstätte
Monte Cassino, wo über 20 000 deutsche Gefallene bestattet sind und wo die
Feuerwehrgruppe im Frühjahr arbeitete, bereicherte den Besuch im Museum. Eine
informative Diskussionsrunde schloss sich im Museumscafe an, wozu das Ehepaar
Hübler mit Kaffee und einem Vesper aufgewartet hatte. Dafür und für die kurzweilige
Museumsführung bedankte sich Alfons Christ mit einem Gastgeschenk.
Bericht: ac
Bilder: KFV
Bild1: Günther Hübler erklärt ausführlich seine Ausstellungsstücke
Bild 2: Zu jedem Exponat gibt es eine besondere Geschichte
Bild 3: Mühselig und langwierig war der Auf- und Umbau des Museums
Bild 4: Wolfgang Schneiderhan (li.)
kennt das Museum in seiner Geburtsstadt
Bild 5: Alfons Christ (li.) bedankt sich beim Ehepaar Hübler für die tolle Führung und die
Gastfreundschaft